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| Wallensteinschanze: Der Flurname für eine angelegte Schanze im Gelände der Sportanlage auf der Westseite des Wockersees. Es kann aber nicht belegt werden, daß dieses seinerzeit durch wallensteinsche Truppen erfolgt. Diese Truppen kommen im August 1627 nach Parchim, und am 30. des Monates erscheint auch Wallenstein selbst mit großem Gefolge und 20000 Soldaten, aber ohne hier längeren Aufenthalt zu nehmen. Etwa 1 Kilometer nordwestlich, noch vor der B 321, liegt eine weitere angelegte Schanze, die als Schwedenschanze bezeichnet wird. Es kann aber auch hier nicht nachgewiesen werden, daß sie damals von schwedischen Soldaten, die sich seit dem Juni 1631 mehrfach in der Stadt aufhalten, gebaut wird. Dreißigjähriger Krieg | |||
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| Walter-Hase-Straße: Benennung einer Straße in dem seit 1967 errichteten Neubaugebiet Weststadt Parchim. W. Hase (1924-1945) wird von der SS ermordet. | |||
| Wasserberg: Baderbrücke | |||
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| Wassergang: Benennung der kleinen Straße, die von der Mühlenstraße über den Stadtgraben zur Kleingartenanlage auf dem Swinegel führt.( Dieses Gelände wird auf einem Stadtplan von 1828, damals noch keine Insel, als Schweinregel bezeichnet; ein Regel ist eine umzäunte Fläche, auf der in diesem Fall wohl damals nachts die Schweine zusammengetrieben werden.) Die Benennung der Straße erscheint schon im Adreßbuch von 1873. Der Zugang zum Stadtgraben ist damals aber noch neu, denn die Stadtmauer wird erst in jenem Jahrzehnt abgebrochen. Wassergänge, die aber keine Straßenbezeichnungen sind, gibt es früher hier mehrfach; sie sollen seinerzeit den Zugang zum Wasser erleichtern . Das ist damals bei Bränden sehr wichtig. Heute sind diese Wassergänge teil-weise noch als Hofeinfahrten zu erkennen, wie es zum Beispiel in der Blutstraße neben dem Landestheater der Fall ist. | |||
| Wassermühlen: Mühlen. | |||
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| Wasserwerk: Das Wasserwerk wird 1906 in Betrieb genommen. Das Wasser wird damals von drei Brunnen durch Pumpen aus etwa 25 Meter Tiefe gefördert und in das Rohrnetz gedrückt. Der Wasserturm mit einem 200 Kubikmeter großen Behälter in 30 Meter Höhe dient nur zur Aus-gleichsregelung. Der Abbau der über 25 Wasserpumpen auf den Straßen der Stadt, die meistens den Kaveln gehören, zieht sich über Jahre hin. So wollen zum Beispiel die Mitglieder der Waage-kavel durchaus nicht auf ihre Pumpe verzichten, weil sie vorzügliches Wasser liefert. (Diese Pumpe steht seinerzeit in der Nähe der südöstliche Ecke des Rathauses.) Sie wird erst 1911 abgebaut, weil das Wasser mit Lysol unbrauchbar gemacht wurde. Der Zwangsanschluß an die Wasserleitung wird 1927 beschlossen; das betrifft noch 160 Häuser. Brunnenschacht Kaveln | |||
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| Weltzien: Otto Weltzien, Schriftsteller, (1873 - 1944) hat über viele Gebiete heimatkundliche Schriften veröffentlicht, und er hat sich um die Förderung der plattdeutschen Literatur verdient gemacht. Der in Darze geborene W. verfaßte auch eine 1903 erschienene Broschüre "Zur Ge-schichte Parchims - Streifzüge durch sieben Jahrhunderte -". Besonders auskunftsreich ist hier der Abschnitt "Parchim in den letzten 50 Jahren". | |||
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Werder:
Der Flurname Werder kommt auf der Parchimer Feldmark über 16 mal vor.
Er hat aber immer eine Ergänzung, wie Baumwerder, Gänsewerder oder
Hellwerder. Ein Werder ist eine Insel, besonders eine Flußinsel, aber
auch ein trockenes Landstück, das von Wiesen umgeben ist. Flurnamen |
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| Westring: Seit 1930 die Benennung des Abschnittes der westlichen Umgehungsstraße von der Ludwigsluster Straße bis zur Abzweigung Ziegendorfer Chaussee | |||
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| Weststadt: Neubaugebiet Weststadt. | |||
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![]() Die Wetterfahne auf dem Pfarrgrundstück in der Mühlenstraße |
Wetterfahne auf dem Pfarrgrundstück der St. Marienkirche: Über dem Dach des Pfarrgrund-stückes der St. Marienkirche zeigt eine Wetterfahne die Windrichtung an. Auf dem Fahnenblatt sind folgende Buchstaben und Jahreszahlen zu sehen: F 1764, FF 1793 und R 1857. Das F steht für Herzog Friedrich, die Jahreszahl mag auf die von ihm in diesem Jahr veranlaßte Herausgabe eines Gesang-buches hinweisen. Das FF steht für den Herzog und späteren Großherzog Friedrich-Franz, die Jahreszahl könnte mit der Zurückverlegung der Superintendentur | ||
| von Ludwigslust nach Parchim zusammenhängen. Das R ist wohl ein Hinweis auf eine Reparatur der Turmspitze, die zu dieser Zeit erfolgt. Bei dieser Gelegenheit wird auch wohl die Wetterfahne vom Kirchturm, wo sie ursprünglich angebracht war, auf das Pfarrgrundstück versetzt. | |||
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![]() Die Ruine des Wiekhauses bei den Wallanlagen |
Wiekhäuser: Die Ruine eines Wiekhauses im Verlauf der früheren Stadtmauer ist bei den Wallanlagen zu sehen, wenn man von der Lindenstraße aus in Richtung zum Alten Friedhof geht. Auf dem Stadtplan von 1828/29 sind im östlichen Bogen der Stadtmauer vier solcher runden Wiekhäuser vorhanden. Im südlichen Verlauf der Stadtmauer vom Kreuztor bis zum Neuen Tor und dann weiter nördlich bis zum Wockertor sind noch zehn weitere Wiekhäuser in dem Plan eingezeichnet. Diese haben nun eine rechteckige Grundfläche. (Man kann aber wohl davon ausgehen, | ||
| daß in den Jahren 1828/29 schon einige dieser Bauwerke abgebrochen sind.) Die Wiekhäuser sind damals im Mittelalter, zusammen mit den Stadttoren, Schwerpunkte der Verteidigungsanlage, denn von hier aus können Angreifer von zwei Seiten bekämpft werden. In den Volkszählungslisten von 1764 werden Wiekhäuser teilweise noch als Wohnung angegeben; auch in dem Stadtplan von 1828/29 wird das Wiekhaus in der Nähe des Wockertores als bewohnt bezeichnet. Die Bewohner der Wiekhäuser, oft Hirten und Schäfer, nennt man auch Mauerlieger, sie unterstehen damals nur der städtischen Gerichtsbarkeit. | |||
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| Wiesengang: Der Weg, der gewissermaßen in Verlängerung der John-Brinckman-Straße längst des Papiermachergrabens zum Burgdamm führt, erscheint 1925 im Adreßbuch. Damals steht hier ein Wohnhaus. Papiermachergraben | |||
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| Wiesenring: Seit 1926 die Benennung der Straße, die in einem großen Bogen von der Schweriner Straße, um die Kleine Wiese herum, zum Burgdamm und zur Hohen Brücke führt. Vorher heißt sie Frohnereiweg. Hohe Brücke Frohnerei | |||
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| Windmühlen: Mühlen | |||
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| Wippert:
Johann Hinrich Wippert hat außer Teile der Parchimer Feldmark auch noch
in den Jahren 1722/24 die Flächen der Parchimer Kämmereidörfer Damm,
Gischow, Matzlow, Paarsch, Rom und Slate vermessen. Er gibt dabei auf
ersten Seite, der für jedes Dorf in Buchform vorgelegten Unterlagen,
einen bildhaft ausgeführten farbigen Dorfplan. Diese Pläne sind immer
eine anschauliche Darstellung der äußeren Lage in dem betreffenden
Dorf. Im Text gibt Wippert dann eine Ein-schätzung der jeweiligen
wirtschaftlichen Situation, und aufgrund der Vermessung der Feldmark
macht er einen Vorschlag für eine gerechtere Verteilung der Äcker,
Wiesen und Weiden. Feldkarten aus den Jahren 1723-25 |
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| Wladimir-Iljitsch-Lenin-Straße: Benennung einer Straße in dem seit 1967 errichteten Neubau-gebiet Weststadt Parchim. | |||
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