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![]() Die Kaserne - Ansichtskarte um 1900 |
Kaserne: Die Dragonerkaserne in der Putlitzer Straße wird 1876/79 errichtet. Dieser mächtige Ziegelrohbau mit seinen drei, teilweise vier Stockwerken hat eine Straßenfront von 144 Metern. Die fünf Pferdeställe und die Reitbahnen auf der anderen Straßenseite werden schon 1867/73 gebaut. Die neuere Kasernen-anlage zwischen der Flörke- und Cordesiusstraße entsteht Ende der 30er Jahre. | ||
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Kastanienallee: Benennung des Weges,
der vom Bucholzrand bis zur Brunnenchaussee führt.
Birkenallee |
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| Katthagen: Das westliche Ende der Straße Auf dem Brook wird vom Volksmund, nachdem die Piepenhägerstraße eingemündet ist, früher allgemein Katthagen genannt. Bis vor einigen Jahrzehnten führt dieser Straßenzug direkt zum Stadtgraben, dem Wasserlauf der dann in den 30er Jahren zuge-schüttet wird. Der Name kommt wohl daher, weil hier seinerzeit in einem Wiekhaus an der Stadt-mauer die Katten ( mittelalterliche Schleudergeschütze) aufbewahrt werden. Dieses Wiekhaus ist auf dem Stadtplan von 1828/29 noch eingezeichnet. | |||
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| Kaveln: In Parchim besteht von alters her - seit 1540 nachweisbar - eine besondere Einteilung der Hausgrundstücke. Eine Anzahl von Häusern - es sind zwischen 5 und 33 Grundstücke -, die meistens im Stadtgebiet zusammen liegen, bilden jeweils eine Kavel. Dieses sind Gemeinschaften, die im städtischen Zusammenleben wesentliche Aufgaben zu erfüllen haben. Sie sind die untere Ebene der städtischen Verwaltung. Dazu gehört es, die zu jeder Kavel gehörende Wasserpumpe zu warten und die Feuerlöschgeräte, das sind damals zum Beispiel Feuereimer, Feuerhaken und Leitern, instand zu halten. Alle Kaveln haben eigenen Grundbesitz und ihre Mitglieder können u.a. eine bestimmte Anzahl von Schweinen in die wertvolle Waldmast treiben. Die Wörter "Kavel" und "kaveln" bedeuten soviel wie "Los" und "losen" . Da in diesen Gemeinschaften die Pflichten und die Inanspruchnahme von Berechtigungen durch kaveln, also losen, entschieden wird, geht diese Bezeichnung auf die Gemeinschaft insgesamt über. Die Kaveln werden in der Regel durch zwei Kavelmeister, die jährlich bestimmt werden, geleitet. Die Kavelmeister müssen auch im Auftrage des Magistrats bei ihren Mitgliedern bestimmte Geldabgaben einziehen und Anordnungen bekannt machen. Mit der Wende zu unserem Jahrhundert entfallen allmählich die Aufgaben der Kaveln und die Rechte werden auch nicht mehr in Anspruch genommen. Die letzten Kaveln, die nur noch durch den kaveleigenen Grundbesitz zusammen halten, lösen sich 1948 auf. Im Wohnungsanzeiger von 1873 ist folgende Kaveleinteilung vorhanden. Wockertor-Heerdeschaft: Markt-Kavel, Marstall-Kavel, Heide-Kavel, Lindenstraßen-Kavel, Heilig Geist Hoff, Spieker-Kavel, Wokerthor Sassenhäger-K., Haken-Kavel; Kreuztor-Heerdeschaft: Waage-Kavel, Baade-Kavel, Kreuzthor Sassenhäger-K., Rosen-Kavel, Knochenhauer-Kavel, Heilige Bluts-Kavel, Staven-Kavel, Kramer-Kavel, Pfaffenhaus-Kavel; Neues Tor-Heerdeschaft: Fischerdämmer-Kavel, Mühlenstraßen-Kavel, Piepenhäger-Kavel, Bröcker.Kavel, Langenstraßen-K. thorw., Langenstraßen-K. eldew., Werder-Kavel." In den drei Vorstädten werden keine Kavel mehr gebildet. Heerdeschaften | |||
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![]() Kellerluken in der Hakenstraße |
Kelleröffnungen zur Straße: Früher ist es weit verbreitet, daß Häuser von der Straße her eine Öffnung zum Keller haben. Dieses ist teilweise ein großer Einstieg, der sich weit in den Fußgängerweg hinein erstreckt und über eine Treppe in den Keller führt. Die Einstiegsöffnung wird von einer Luke mit zwei Holzflügeln verschlossen. Eine solche große Kellerluke kann man noch in der Hakenstraße sehen. Viele Häuser haben kleinere Kelleröffnungen zur Straße hin. Diese Öffnungen mit ihren Abdeckungen ragen meistens wenig in den Fußgängerweg hinein; | ||
| oder sie
sind mit ihm bündig. Aber bei einigen Grundstücken erstrecken sich die
Kelleröffnungen mit recht hohen Abdeckungen teilweise annähernd 0,35 Meter
in den Fußgängerbereich. Solche Kellerluken kann man u.a. Auf dem Sassenhagen
und vereinzelt auch in der Blutstraße sehen. Kelting: Im Herbst 1862 gründet der Buchbinder H. Kelting das erste Fotoatelier in Parchim. Von Kelting wird eine frühe Aufnahme überliefert, die das alltägliche Leben auf einer Parchimer Straße zeigt. Diese Aufnahme wird 1874, dem Sterbejahr Keltings, oder früher angefertigt; sie zeigt den Blick von der Wocker- in die Heidestraße. Diese Fotografie ist ein wertvolles Dokument. |
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